Was für eine Saison! II

Kaum zurück in Berlin ging es gleich weiter mit dem Regattieren.

Da wir Zeit hatten und erst später in den Sommerurlaub fuhren, haben wir uns kurzerhand entschlossen bei der Ferienregatta vom PYC/VSaW/BYC teilzunehmen. Großes Feld mit 93 gemeldeten Schiffen nach Yardstick. Wir hatten immer wechselnde Mannschaften und auch Steuerleute. Die erste Wettfahrt steuerte ich mit einer völlig neuen jungen Mannschaft – alle ohne  Training aber mit viel Spaß und auch ohne Spi. Ich hatte die LILLEVI noch nie vorher bei einer Regatta gesteuert… Wir wurden Achter!! nach berechneter Zeit. Christof  steuerte auch einmal und wurde Vierter und Haui zweimal ERSTER! Mein Achter wurde gestrichen! weil nur drei Wettfahrten gewertet wurden.Gesamt ERSTER!

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Diese Bilder sind von Ingrid Pollok

Wir segelten dann noch einige Mittwochsregatten im PYC sehr erfolgreich – dazu weiter unten mehr. Dann folgte schon der Kaiserpokal vom BYC auf dem Wannsee. In den Tagen zuvor hatten die Schären ihre EM – somit war das Feld sehr groß und viele Klassiker waren auf dem Wasser. Der BYC hatte ein tolles Rahmenprogramm mit Grill und Liveband. Dazu gab es noch schönes Wetter und das Feuerwerk „Wannsee in Flammen“. Es waren sehr launige Nächte. Oliver Berking war mit zwei Freunden und einem 5.5er aus Flensburg gekommen – und verliebte sich gleich in eine Schäre… Leider war der Wind am Samstag zu schwach. Sonntag konnten wir dann zwei Wettfahrten absolvieren, die Haui wieder ziemlich souverän gewann. Wir haben den Kaiserpokal gewonnen! Kaiserpokal 2014

Diese Diashow benötigt JavaScript.

 LILLEVI fotografiert von Soeren Hese

Zum Abschluss folgt der legendäre Ringelnatz-Cup vom PYC mit 83 Booten! Was für ein Tag! Wunderbares, warmes Wetter im Oktober – leider jedoch wenig und wechselhafter Wind. Wir starteten in der ersten Gruppe und erwischten – bzw. hatten den richtigen Riecher – einige Winddreher und schoben uns weit nach vorne. Wir gingen nach einer langen Wettfahrt als „frist ship home“ über die Ziellinie! Hinter uns kamen die schnellen Schiffe aus der zweiten Gruppe, welche 25 Minuten später gestartet sind. Nach gesegelter Zeit waren wir 11. – nach berechneter Zeit 1.! In der Mannschaftswertung waren wir in der PYC 2 zusammen mit der Sweet Sixtten – ein Nissen-Racer – und hardRock – eine Melges 24 – und haben klar gewonnen! Es gab viele Preise für uns nach der wie immer legendären Ringelnatz-Lesung. Einzelwertung  Mannschaft

Die Mittwochs-Clubregatta des PYC sind wir sechsmal mitgesegelt und haben viermal gewonnen. Dieses Ergebnis führt bei einigen – insbesondere auch der Wettfahrtleitung – zu Unmut und unsäglichen Diskussionen über die Yardstickzahl. Letztendlich hat der Wettfahrtleiter zum Ende hin für den Rest der Serie die Yardstickzahl von 101 auf 98 mal einfach so reduziert – ohne vorher dies mit uns zu besprechen und vor allem ohne sich zu informieren über klassische 6-Meter-Yachten und die Yardstickzahl vom DSV! Es wurde behauptet die LILLEVI wäre ein Neubau (!)  – LILLEVI wurde 1938 gebaut, der HOLZ-Rumpf ist bis auf wenige Planken im Originalzustand, das Deck ist erneuert aber im original Layout. Der Mast, die Beschläge und Segel sind neu, wie bei nahezu allen klassischen Sechern. LILLEVI ist als 6-Meter-Rennyacht vermessen und entspricht vollständig den Klassenregeln – wir sind beim World Cup 2013 mitgesegelt und Sechster geworden. 6-mR sind eine Konstruktionsklasse, kein Sechser ist wie der Andere, alle Classic-Sechser müssen registriert sein, die Historie muss einwandfrei sein, Neubauten sind nur dann möglich, wenn das Original untergegangen ist – dann darf nach Originalplänen nachgebaut werden – hiervon gibt es nur sehr wenige (Robbe & Berking hat n.m.K. drei gebaut). Ein Classic-Sechser ist ein Langkieler und wiegt mindestens 4 Tonnen und hat KEINEN Motor! Gleiten ist ein Fremdwort für einen Sechser! Wendeduelle führen zum völligen Stillstand – der Wendekreis ist der eines LKWs mit Anhänger. Das einzige was man sagen kann: Länge läuft. Lange Kreuzkurse und Vorwindkurse sind gut, Raumschots haben Sechser keine Chance. Der Sechser war Vorlage für den von Johan Anker 1929 entworfenen Drachen. Die Yardstickzahl für einen modern Drachen – nicht im Originalzustand von 19… – ist 107! Wir können mit der LILLEVI gut umgehen und wissen sie richtig zu steuern – insbesondere Haui, aber LILLEVI ist eine bald 80jährige Dame und eine der ältesten Yachten auf dem Wannsee!

Damit haben wir die Saison 2014 abgeschlossen – es war eine fantastische Saison. Danke für die vielen schönen Stunden!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s