LILLEVI Historie

Quelle: Buch Schwedische 6-Meter-Yachten

Lillevi wurde von Zake Westin (Finnischer Designer zahlreicher erfolgreicher Meter-Yachten) entworfen und auf der Werft Abo Batvarf in der Stadt Turku –schwedisch Abo –in Finnland im Jahr 1938 gebaut.

Zake Westin Segelfreunde beschlossen ihm eine Sechs-Meter-Yacht zum Geburtstag zu schenken. Erik Ahlström wurde gewählt um die Yacht „auf sich selbst“ zu bestellen. Nicht bewusst plante und baute Zake sein eigenes Geburtstagsgeschenk. Um die besten Materialen zu wählen, wurde fast dreimal so viel Holz importiert wie nötig. Leider verstarb Zake Westin überraschend am 01.02.1938 im Alter von 51 Jahren vor der Fertigstellung der Yacht und bevor seine Segelfreund ihm die Sechs-Meter-Yacht schenken konnten. Zake`s Bruder Bruno beendet den Bau und taufte das Boot auf den Namen Lillevi nach Zake`s Tochter. Lillevi war eines der ersten Boote mit einer Rollfock, eine Rarität zu der Zeit. Sie war auch eine der ersten finnischen Yachten mit Dacron Segel. Viele Leute meinen, dass Zake Westin die schönsten finnischen Sechser-Yachten designt hat und Lillevi sein schönster Sechser-Entwurf ist.

Nach der Familie Westin, gehörte Lillevi von 1939-1965 Hemming Elfving, welcher Lillevi erfolgreich bei Regatten segelte. 1965 kaufte Folke Sjödin Lillevi und brachte sie nach Schweden. Das Segelzeichen wechselte von L 48 zu S 68. Lillevi nahm teil an einigen Weltmeisterschaften und Europameisterschaften in Schweden. 2000 erwarb Oliver Berking – Gründer der Werft Robbe & Berking Classics, Flensburg, Lillevi und wechselte das Segelzeichen zu GER 68. Es wurden durch die Werft umfangreiche Restaurationsarbeiten durchgeführt u.a. wurde der Motor mit Welle entfernt sowie weitere Segeltoureneinbauten, das Deck erneuert und ein neuer Mast gestellt – Lillevi wurde wieder eine reinrassige Sechs-Meter-Rennyacht ohne Motor. Lillevi`s Rumpf – Kiel, Planken, Spanten – sind immer noch im Originalzustand. Lillevi nahm an vielen Regatten erfolgreich teil.

Im Frühjahr 2013 erwarben Thorsten Krauß, Robert Gierth und Dr. Lorenz Claussen die Lillevi von Oliver Berking und brachten sie nach Berlin – siehe Entdeckung. Heimathafen ist der VSaW am Wannsee. Mit Andreas Haubold an der Pinne nahm Lillevi sehr erfolgreich an der Weltmeisterschaft 2013 auf der Flensburger Förde, Deutschland, teil und 2015 La Trinité-sur-Mer, Frankreich-Bretagne. Beide Male wurde Lillevi gesamt Sechste von 23 Yachten in der Classic Division und damit eine der besten europäischen Yachten und die beste deutsche Yacht.

Designer:                            Zacke Westin

Werft:                                 Abo Batvarf, Turku, Finnland

Baujahr:                              1938

Schiffstyp:                         Sechs-Meter-Yacht, Langkieler, ohne Kajüte, offenes Cockpit

Motorisierung:                 keine

Konstruktion:                    Holzspanten, einfach beplankt mit Mahagoni, Teakdeck

 

Länge über Alles:              11,67 m

Wasserlinien-Länge:          7,10 m

Breite max.:                         1,90 m

Freibord:                              0,71 m

Tiefgang:                              1,63 m

Gewicht:                             ca. 4 T

 

Großsegel:                         ca. 34 m2

Genua M:                           ca. 29 m2  (es wird ausschließlich mit Genua gesegelt)

Spi:                                       65-85 m2

 

Mannschaft:                      5 Personen

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